Waldbrände stellen eine zunehmende Gefahr für Menschen, Ökosysteme und Biodiversität dar.
Deshalb arbeitet die Hochschule Ansbach im Interreg-Projekt CTRL-F (Computerbasierte Technologien zur Risikominderung und Lokalisierung von Feuerquellen) gemeinsam mit Partnern aus Bayern und Tschechien an innovativen Lösungen für eine schnellere Erkennung und effektivere Bekämpfung von Waldbränden.
Im Mittelpunkt: hochautomatisierte Drohnen, intelligente Sensorik und Künstliche Intelligenz.
Die Systeme sollen:
• Feuerquellen von Waldbränden frühzeitig erkennen
• Brandherde präzise lokalisieren
• Einsatzkräfte mit verlässlichen Informationen versorgen
• bei einem erkannten Brand künftig automatisch die Feuerwehr alarmieren
Im Landkreis Cham wurde bereits eine erste Drohnenstation eingerichtet und bei einer Live-Demo mit Unterstützung der Kreisbrandinspektion Cham getestet. Ziel ist die grenzüberschreitende Ausweitung des Einsatzgebiets auf den Bayerischen Wald sowie den Nationalpark Šumava / Böhmerwald.
Das Projekt CTRL-F vereint Forschung und Praxiserfahrung beiderseits der Grenze:
• Hochschule Ansbach (Verbundsprojektleitung)
• NeuralDrones
• KI64 UG
• DronySIT
Die Hochschule Ansbach ist unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Geißelsöder insbesondere für die Weiterentwicklung der KI und Drohnensysteme verantwortlich: Von Aufbau und Erprobung der Systeme, über Testflüge bis zur Schulung von Einsatzkräften.
Das Forschungsprojekt CTRL-F wird im Rahmen des Programms Interreg Bayern-Tschechien 2021-2027 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) konfinanziert. Nach Projektabschluss soll die Technologie auch in weiteren Hochrisikogebieten eingesetzt werden können.

