Wie können Künstliche Intelligenz, Empfehlungssysteme und Soziale Robotik den Alltag von Menschen sinnvoll bereichern?

Im Human-Computer-Interaction-Lab entwickelt und erforscht der Campus Rothenburg Systeme, die bei täglichen Entscheidungen helfen – mit einem klaren Fokus auf Nutzerakzeptanz, Verständlichkeit und praxisnaher Anwendung.

Laborausstattung

Soziale Roboter
Soziale Roboter wurden entwickelt, um auf menschen-ähnliche Weise emotional zu kommunizieren. Sie besitzt eine physische Präsenz und werden in Bereichen wie Pflege, Bildung oder Kundenservice eingesetzt, um persönliche Beziehungen aufzubauen und Nutzer zu unterstützen. Der Campus Rothenburg erforscht die Akzeptanz und den Nutzen von Sozialen Robotern in Feldern wie dem Tourismus, dem stationären Einzelhandel, der Berufsausbildungsberatung, sowie im Gesundheitswesen.

Eye-Tracking-Systeme
Um Blick-und Augenbewegungen einer Person zu analysieren und wertvolle Erkenntnisse zur visuellen Wahrnehmung und dahinter liegenden kognitiven Prozessen zu gewinnen, verwendet das HCI-Lab Eye-Tracking-Systeme des schwedischen Unternehmens Tobii. Neben bildschirmbasierten Eye-Tracking-Systemen beispielsweise zur Optimierung von Websites ermöglicht eine mobile Eye-Tracking-Brille Untersuchungen in realen Umgebungen –von der Analyse der visuellen Wahrnehmung in Produktionshallen über Navigationsstudien in unbekannten Gebäuden bis hin zur Erforschung von Kaufentscheidungen im Supermarkt.

Biofeedback-Geräte
Ergänzend werden Biofeedback-Geräte wie der Neuromaster eingesetzt, um beispielsweise den Hautleitwert eines Teilnehmers zu messen und Einblicke in unbewusste emotionale Intensität und kognitive Verarbeitung zu erhalten.

Campus Rothenburg
Raum ROT 1.07
Studiengänge IKM, DIM
Ansprechpersonen Prof. Dr. Alexander Piazza
Zusätzliche
Informationen
rothenburg.hs-ansbach.de

 

Projektbeispiele

Soziale Roboter in der Berufsausbildungsberatung

Im Rahmen des Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken wird der Einsatz eines Sozialen Roboters als Unterstützung in der Berufsausbildungsberatung erprobt. Der entwickelte Prototyp basiert auf einem Empfehlungssystem, dessen Ziel es ist, Jugendliche bei der Identifikation des für sie geeigneten IHK-Ausbildungsberufs zu unterstützen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf eine benutzerfreundliche Gestaltung des Systems gelegt.

Soziale Roboter im Einzelhandel

Das Forschungsprojekt untersuchte den Einsatz eines sozialen Roboters für die Laufschuhberatung zur Unterstützung der Kundenentscheidungsfindung, zur Personalisierung des Einkaufserlebnisses und zur Stärkung der Kundenbindung. Im Fokus stand die Analyse wahrgenommener Ähnlichkeit zwischen Mensch und Roboter sowie der damit verbundenen physiologischen Reaktionen bei KI-gestützten Empfehlungen. Ziel war es, daraus konkrete Gestaltungsrichtlinien für vertrauensfördernde und personalisierte Mensch-Roboter-Interaktionen abzuleiten.

Soziale Roboter im Kundenservice einer Bankfiliale

In Zusammenarbeit mit der VR Bank Mittelfranken in Ansbach wurde die Akzeptanz eines Sozialen Roboters im Kundenservice erforscht. Im Rahmen des Experiments erteilte der Roboter auf Anfrage Informationen über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft bei der VR-Bank. Im Anschluss wurden die Kunden gebeten, ihre Erfahrung mit dem Roboter zu bewerten. Dabei wurde ein besonderer Fokus auf den ersten Eindruck sowie mögliche Hemmschwellen hinsichtlich der Nutzung des Roboters gelegt.

Soziale Roboter in der Touristenberatung

Im Rahmen mehrerer Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit dem Rothenburg Tourismus Service wurde der Einsatz eines Sozialen Roboters in der Touristenberatung erforscht. Während des Projekts wurde der Soziale Roboter Furhateingesetzt, um Touristen individuelle Vorschläge für Sehenswürdigkeiten zu unterbreiten. Dabei wurde der Fokus auf die Evaluation von Gestaltungsfaktoren zur Steigerung der Nutzerakzeptanz gelegt.

Soziale Roboter im Museum

Im Rahmen einer Forschungsarbeit wurde der Einsatz Sozialer Roboter als innovatives, digitales Kommunikationsmedium und Informationsvermittler im Museumsbereich erforscht. Zu diesem Zweck wurde der Soziale Roboter Furhatin die Ausstellung des mittelalterlichen Kriminalmuseums integriert und eine Besucherbefragung durchgeführt. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf das Erscheinungsbild des Roboters und dessen Einfluss auf die Besucherakzeptanz gelegt.

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