Steckbrief

ProjektpartnerForschungs- und Praxisverbund “Inklusion an Hochschulen und barrierefreies Bayern”; Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund – Sektion Mittelfranken
Forschungsteam

Prof. Dr. Markus Paul (Leitung),
Prof. Dr.-Ing. Helmut Roderus,
Dunja Zöller (M. Sc.)
und Studierende der Fakultät Medien

Finanzierung

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Zeitraum28 Monate

Worum geht es?

Wie können Blinde und Sehbehinderte sich in einem Gebäude leichter orientieren? Diese Frage behandelt das Inklusions-Forschungs-Projekt der Hochschule Ansbach.

Ansprechpartner

Leitung: Prof. Dr. Markus Paul (markus.paul@hs-ansbach.de)
Technische Konzeption: Prof. Dr.-Ing. Helmut Roderus (helmut.roderus@hs-ansbach.de)
Wissenschaftliche Mitarbeit und Koordination: Dunja Zöller (dunja.zoeller@hs-ansbach.de)

Fragen

Wie lautet das Ziel des Projektes?
Ziel des Ansbacher Projektes war es, den Prototyp eines barrierefreien Indoor-Leitsystems auf App-Basis zu entwickeln: Mittels Text- und Sprachausgabe sowie Kontrasteinstellung und Schriftvergrößerung auf dem Smartphone soll dieses Blinden und Sehbehinderten helfen, sich in einem Gebäude orientieren zu können. Die technische Grundlage dieses digitalen Leitsystems bilden die Bluetooth-Funksender Beacons. Für jeden einzelnen Sender lassen sich Orientierungsinformationen in einer Datenbank hinterlegen und mittels der App mit dem Namen „Campus-Lotse” abrufen. Angelegt ist der digitale Helfer aber nach dem Prinzip „Accessibility first“ – also als ein System, das allen Menschen zu Gute kommen soll, so etwa auch Menschen in Stresssituationen oder mit Orientierungsschwierigkeiten.

Auf welchen Hintergrund stützt sich das Projekt?
Das Projekt „Inklusive Hochschule“ der Hochschule Ansbach war im Forschungsverbund „Inklusive Hochschule und barrierefreies Bayern“ mit den Universitäten Bayreuth und Würzburg und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften Ansbach, Deggendorf, Landshut und München verankert (01/2017-05/2019). Die gemeinsamen Ziele der Forschungspartner waren und sind: Bauliche und digitale Barrieren erkennen und beseitigen, die Menschen für das Thema der Inklusion zu sensibilisieren und soziale Barrieren in den Köpfen innerhalb und außerhalb der universitären Einrichtungen abzubauen.
Vom 28. bis 29. Mai. 2019 präsentierten die am Forschungsverbund beteiligten Universitäten und Hochschulen in der Katholischen Akademie München die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen ihrer Inklusions-Projekte einer breiten Öffentlichkeit.

In welchen Themenbereiche forschten die anderen Verbundpartner?
Die Themenpalette reichte von forschungs- bis praxisorientierten Ansätzen. So setzte man sich beispielsweise an der Universität Würzburg mit Einstellungen und Haltungen von Lehrenden und Behindertenbeauftragten bayerischer Hochschulen gegenüber Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen mittels empirischer Forschung auseinander.  Die Projektteams der Universität Bayreuth und der Hochschule Landshut hatten hingegen ganz praktische Fragen zu lösen: „Wie gestalte ich barrierefreie Kultureinrichtungen?“ (Zusammenarbeit Universität Bayreuth mit dem Iwalewahaus-Museum für afrikanische Kunst) und „Wie gehe ich mit gehörlos Studierenden im Hochschulalltag um?“ (Hochschule Landshut).

Der Abschlussbericht aller Einrichtungen sowie weitere Informationen zum Forschungsverbund finden Sie unter folgenden Links:

Abschlussbericht-Forschungsverbund-Inklusive HS und barrierefreies Bayern

Forschungsverbund "Inklusive Hochschule und barrierefreies Bayern"

 

Öffentlichkeitsarbeit in der Projektlaufzeit

Im Rahmen einer Aktionswoche konnten sich im Oktober 2018 Interessierte über den Stand des Testparcours an der Hochschule informieren.

Film der Eröffnungsveranstaltung zur Projektwoche

Fränkische Landeszeitung (FLZ) vom 9. Oktober 2018

Nürnberger Nachrichten (NN) vom 24. Oktober 2018