Nachdem Promotionen lange Zeit nur an Universitäten absolviert werden konnten, gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) zu promovieren.

Voraussetzung für die Promotion an der Hochschule Ansbach ist die Kooperation mit einer Universität, da die Hochschule Ansbach als HAW kein eigenes Promotionsrecht besitzt.

Die Anforderungen richten sich nach der Promotionsordnung der kooperierenden Universität.
Nach dem Bayerischen Hochschulgesetz ist der*die Promotionsbetreuer*in der HAW im kooperativen Promotionsverfahren neben dem*der Erstgutachter*in der Universität auch als Gutachter*in tätig (BayHSchG, Art.64, Absatz 1, Punkt 4).

 

Wege zur Promotion

Voraussetzung für den Beginn einer Promotion ist in der Regel ein Masterabschluss. Ein Diplomabschluss berechtigt unter bestimmten Voraussetzungen zur Promotion. Ob Sie die formellen Voraussetzungen für den Beginn eines Promotionsverfahrens erfüllen, erfahren Sie in den Promotionsordnungen der jeweiligen Universitäten, an der Sie promovieren wollen. Grundsätzlich ergeben sich folgende Möglichkeiten, eine Promotion zu beginnen:

  • Anstellung an der Hochschule Ansbach (z.B. in einem Drittmittelprojekt)
  • Anstellung an der kooperierenden Universität
  • Finanzierung anhand einer anderen Berufstätigkeit
  • Finanzierung durch ein Stipendium

 

Angebote zur Unterstützung

Individuelle Unterstützung und Mentoring durch den*die betreuende*n Professor*in:

Während der Phase der Promotion begleiten der*die Betreuer*in der Hochschule Ansbach die promovierende Person nach bestem Wissen und Gewissen. Vorab können die Bedarfe, Wünsche und Ziele festgelegt werden, die im Rahmen der Betreuung abgedeckt werden sollen. Diese können unter anderem sein:

  • Fachliche Expertise
  • Mentoring
  • Unterstützung und Beratung zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriereoptionen
  • Netzwerken
  • Vorbereitung auf das Berufsleben

 

Veranstaltungen an der Hochschule Ansbach:

Doktorand*innenseminar:

Das Doktorandenseminar der Hochschule Ansbach bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Einblicke in aktuelle sowie interdisziplinäre Forschungsprojekte aller Fakultäten zu erhalten. In diesem Rahmen stellen die Doktoranden ihre Studien einem akademischen Publikum vor. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Diskussion der Forschungsfrage des jeweiligen Promotionsvorhabens (Generierung von Hypothesen), quantitative und qualitative Forschungsmethoden, die Entwicklung und Umsetzung von Forschungsdesigns, sowie die Interpretation der erbrachten Ergebnisse aus den durchgeführten Studien. Ungeachtet des Fortschritts der jeweiligen Dissertation richtet sich die Veranstaltung explizit an alle Doktoranden (auch Gastvorträge außerhalb der Hochschule Ansbach sind erwünscht). Auf diese Weise können gewinnbringend wissenschaftliche Kontakte geknüpft werden. Der so zustande kommende Austausch von Ideen und Erfahrungen soll die Doktoranden auf Ihrem Weg zur Promotion unterstützen und ihre Forschungsprojekte schlussendlich vorantreiben.  Die Veranstaltung findet in der Regel zwei Mal pro Semester statt.

Bei Fragen zur Organisation und zum Ablauf des Doktorand*innenseminars können Sie gerne Prof. Barbara Hedderich kontaktieren.
Zukünftige Veranstaltungen finden Sie hier.

Nachwuchskonferenz
Mehr Informationen zur jährlich stattfindenden Nachwuchskonferenz „Business meets Technology“ finden Sie hier.

 

Nationale und internationale Kooperationsmöglichkeiten

Internationale Möglichkeiten

  • Individuelle Forschungskontakte von Professor*innen, z.B. in Norwegen, Finnland und Rumänien; eine Verstetigung wird z.B. über die Nachwuchskonferenz sowie über ein kooperatives Promotionsangebot angestrebt.
  • Rahmenvereinbarung der Fakultät Wirtschaft für eine Verbundpromotion mit der Universidad Politecnica de Valencia.

BayWiss Verbundpromotion
Das Bayerische Wissenschaftsforum (BayWISS) hat als Kooperationsplattform aller 30 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten in Bayern elf themenspezifische Promotionskollegs ins Lebens gerufen. In diesen betreuen Professor*innen von HAWs und Universitäten gemeinsam Promotionen und sollen durch ihre Strukturiertheit, Planbarkeit und Transparenz die Promotionsbedingungen für junge Forscher*innen verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von BayWISS: www.baywiss.de/verbundpromotion

Die Hochschule Ansbach ist Mitglied in zwei Verbundkollegs:

  • Verbundkolleg im Bereich Kommunikation & Medien
  • Verbundkolleg im Bereich Digitalisierung
  • Verbundkolleg Produktionstechnik

 

Mehr Informationen:

Promotionsmöglichkeiten an deutschen Hochschulen:

https://www.hochschulkompass.de/promotion.htmlVerbundpromotionen in Bayern: https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/3580/bayern-fuehrt-die-verbundpromotion-ein.htmlForschungsmöglichkeiten nach dem Studium: https://www.studieren-in-bayern.de/studiengaenge/studienabschluesse/promotion/

 

News

Die Hochschule Ansbach gratuliert

 

Bastian Seifert ist frischgebackener Doktor der Mathematik. Der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Ansbach promovierte vergangenen Donnerstag an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und erhält, letztlich ein Jahr nach der Abgabe, den Doktorgrad. 

Die lange Wartezeit ist durch die unerwartete Corona-Pandemie zu erklären, doch dies wirkte sich keineswegs auf das Ergebnis aus. Die Doktorarbeit, die während seiner Tätigkeit an der HS Ansbach entstand und die sich um eine abstrakte algebraische Behandlung von Konzepten der Signalverarbeitung dreht, wurde mit der herausragenden Note 1,0 bewertet.

Seifert, der als Mitarbeiter am "Center for Signal Analysis of Complex Systems" (CCS) der Hochschule Ansbach an interdisziplinären Projekten arbeitete und eine Vielzahl von Veröffentlichungen beisteuerte, wird in Zukunft an der ETH Zürich im Bereich der algebraischen Signalverarbeitung forschen. Hier ist er bereits seit September 2019 als „Postdoc“ tätig.

Personen

Alexandra Sept

Alexandra Sept –

Funktionen:

  • Mitarbeiterin Servicestelle Forschung und Transfer (SFT)
  • Mitarbeiterin Biomasse-Institut