Kompetenzzentrum Sound und Interaktion

Im Zuge der Weiterentwicklung des Felds „Sound“ und der Digitalisierung im Medienbereich sind zahlreiche Möglichkeiten entstanden, Audioprodukte neu zu denken und zu gestalten.  Das Kompetenzzentrum Sound und Interaktion (KoSI) möchte hierzu beispielhafte Modelle und Anwendungen aktiv gestalten, um so den neuen Möglichkeitsraum zu nutzen.
Zum Einen steht dabei die Frage im Vordergrund, wie neue Technologien in künstlerisch-gestalterischer Art in Installationen etwa für die Öffentlichkeit Eingang finden können, zum Anderen sollen diese neuen Technologien für Produktentwicklungen in innovativer Weise eingesetzt werden und den Menschen als hörendes und agierendes Wesen ansprechen wollen.
Neben der eigenständigen Entwicklung von klangbasierten künstlerischen und industriellen Artefakten unterstützt das KoSI Institute, Unternehmen und Organisationen in der Analyse des Audioteils von Produkten, sowie deren Weiterentwicklung und Optimierung. Im Fokus steht dabei stets der Mensch und Kunde sowie die Erfahrungen, die im Umgang mit den Neu- oder Weiterentwicklungen gemacht werden.

Das KoSI im Überblick

Projekte

Aktuell:

Vergangenheit:

Media:

Musikprogrammiersprachen

Paradigmen in künstlerischer Praxis und geisteswissenschaftlicher Forschung

Im Vordergrund dieses Forschungsvorhabens, welches in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) durchgeführt wird, steht die Betrachtung von Musikprogrammiersprachen. In der künstlerischen Praxis – sowohl in der Medienkunst als auch in der zeitgenössischen Musik –stellen sie wichtige Werkzeuge zur Konzeption und Synthese von Werken dar. Als sogenannte Domain Specific Languages sind Musikprogrammiersprachen bestimmte Annahmen über die Domäne „Musik” eingeschrieben. In einem ersten Schritt sollen diese Annahmen modelltheoretisch erfasst und beschrieben werden. Die Frage, welche Konsequenzen sich aus den vorherrschenden Modellen und Vorstellungen von Musik in Musikprogrammiersprachen für das künstlerische Schaffen ergeben, soll im Anschluss diskutiert werden und durch Beispiele aus der zeitgenössischen elektronischen Musik angereichert werden. Bei der Betrachtung von Musikprogrammiersprachen soll aber auch die geisteswissenschaftliche Forschung eine Rolle spielen. Insbesondere für die historisch- kritische Musikwissenschaft stellt die Analyse elektroakustischer Musik eine besondere Herausforderung dar. Daher soll darüber nachgedacht werden, welche analytischen Mittel durch Musikprogrammiersprachen zur Verfügung gestellt werden. Dieses Forschungsvorhaben möchte daher einen Beitrag zur systematischen Beschreibung aktueller Gestaltungswerkzeuge zeitgenössischer elektronischer Musik leisten und Mittel anbieten sich elektronischer Musik analytisch zu nähern.

Betreuer:

  • Prof. Dr. Georg Trogemann (Experimentelle Informatik, KHM Köln)
  • Prof. Dr. Cornelius Pöpel (Multimedia und Kommunikation, Multimediale Information und Kommunikation, Hs Ansbach).
  • Doktorand: Robert Krämer (Multimedia und Kommunikation, Hs Ansbach).

Kompetenzen

  • Klanganalyse von Medienproduktionen (incl. AR/VR)
  • Entwicklung von Audiodesigns und Klangszenographien
  • Audio- und Medienprogrammierung
  • Klangsynthese und Interaktionsgestaltung Sound
  • Immersive Audiogestaltung
  • Musikinterfaces
  • Workshops für Medienkompetenz, Sound und Interaktion

Kooperationspartner

  • ASCENDO GmbH, Ansbach
  • Stadlbauer Marketing & Vertrieb GmbH, Salzburg
  • Hetzner Online GmbH, Gunzenhausen
  • Studio Kybra, Detmold
  • Egbert-Gymnasium, Münsterschwarzach
  • Museen Burg Abenberg, Abenberg
  • Idee und Klang GmbH, Basel
  • Bachhaus Eisenach gGmbH (Museum der Neuen Bachgesellschaft e.V.), Eisenach
  • Bachwoche Ansbach GmbH, Ansbach
  • Reitbahn 3 Kunst-Kultur-Kommunikaton, Ansbach
  • Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Umweltstation Altmühlse, Muhr am See
  • Universidad de Chile, Santiago de Chile
  • Arizona State University, Tempe Arizona
  • University of Technology Sydney, New South Wales, Sidney

Sponsoren:

Publikationen

2018

  • Christian Schoen, Cornelius Pöpel: Immersive Spaces | eternity's rhythm. Ausstellungskatalog. Ansbach: HS Ansbach, 2018.

2017

  • Cornelius Poepel, Expert Commentary: Musical Control and Musical Expression, In: A NIME Reader: Fifteen Years of New Interfaces for Musical Expression, Michael J. Lyons und A. Refsum Jensenius (Hrsg.), Springer International Publishing AG, 2017, DOI 10.1007/978-3-319-47214-0, S. 121-124
  • Andreas Uhl, Cornelius Pöpel: All you can repeat – Ein interaktives Audio-Gedächtnisspiel mit visueller Erweiterung, In: Manuel Burghardt, Raphael Wimmer, Christian Wolff, Christa Womser-Hacker (Hrsg.), Mensch & Computer 2017 - Workshopband, S. 511 - 514, Gesellschaft für Informatik.
  • Marcus Holzmayr, Cornelius Pöpel: Das signalgesteuerte Percussion-Interface MOMENTUM,In: Manuel Burghardt, Raphael Wimmer, Christian Wolff, Christa Womser-Hacker (Hrsg.), Mensch & Computer 2017 - Workshopband, S. 515 - 518, Gesellschaft für Informatik.
  • Marcus Holzmayr, Cornelius Pöpel: Wellenformation: eine gestengesteuerte Installation zum Erleben alter Musik, In: Manuel Burghardt, Raphael Wimmer, Christian Wolff, Christa Womser-Hacker (Hrsg.), Mensch & Computer 2017 - Workshopband, S. 519 - 523, Gesellschaft für Informatik.
  • Michael Kirschner, Cornelius Pöpel: AV Kleinststeuereinheit für den Kontext interaktiver Klanginstallationen, In: Manuel Burghardt, Raphael Wimmer, Christian Wolff, Christa Womser-Hacker (Hrsg.), Mensch & Computer 2017 - Workshopband, S. 525 - 528, Gesellschaft für Informatik.

2016

  • Maximilian Schmidt, Cornelius Pöpel: HETZI – Jump and Run: Development and Evaluation of a Gesture Controlled Game, In: W. Aigner, G. Schmiedl, Grischa Schmiedl, Kerstin Blumenstein, Matthias Zeppelzauer, Michael Iber (Hrsg.), Forum Medientechnik. Beiträge der Tagung 2016 an der Fachhochschule St. Pölten.

2015

  • Andreas Fliehr, Anna Müller, Franziska Ehrenfeld, Cornelius Pöpel, Haptische Interaktion beim Messeauftritt: Ein audiovisuelles Gameterminal zur spielebasierten Attraktivitätssteigerung einer Firmenpräsentation, In: G. Schmiedl (Hrsg.), Forum Medientechnik - Next Generation, New Ideas. Beiträge der Tagung 2015 an der Fachhochschule St. Pölten, ISBN 978-3864880902
  • Anabell von Scanzoni, David Ferstl, Cornelius Pöpel, Das Drumset als Lichtcontroller (extended Abstract), Website des ICMI Workshops 2015, Tagungsort: Universität Stuttgart.
  • Simon Spillner, Cornelius Pöpel, Erfahrungsbericht und weiterführende Ideen über Controllerentwicklung in der live-elektronischen E-Musik (extended Abstract), Website des ICMI Workshops 2015, Tagungsort: Universität Stuttgart.

2014

  • Cornelius Poepel, Jochen Feitsch, Marco Strobel, Christian Geiger, Design and Evaluation of a Gesture Controlled Singing Voice Installation, Proceedings of the 2014 International Conference on New Interfaces for Musical Expression (NIME), Seiten 359 - 362, London, 2014, ISBN 978-1-906897-29-1
  • Cornelius Poepel, Evaluating Computer-based Musical Instruments from the Perspective of Listening, In: Proceedings of the 9th Audio Mostly, a Conference on Interaction with Sound, Aalborg, 2014, ACM ISBN 978-1-4503-3032-9
  • Cornelius Pöpel, Musik – Interface – Mensch. Erfahrungen und Einsichten eines Suchenden, In: Glaube und Denken, Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft, U. Beuttler und M. Rothgangel (Hrsg.), Seiten 103 - 129, Verlag Peter Lang / Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt a. M., 2014, ISBN 978-3-631-65722-5
  • Martin Würflein, Cornelius Pöpel, Florian Beck, PILI: Push-It-Loop-It – ein interaktiver Multi-User Sequenzer, In: M. Seidl und G. Schmiedl (Hrsg.), Forum Medientechnik - Next Generation, New Ideas. Beiträge der Tagung 2014 an der Fachhochschule St. Pölten, Seiten 163 - 175, Verlag Hülsbusch, Glückstadt, 2014, ISBN 978-3-86488-072-8
  • Julia Hall, Florian Beck, Cornelius Pöpel, SoundTwist – Ein interaktives Audiospiel, In: M. Seidl und G. Schmiedl (Hrsg.), Forum Medientechnik - Next Generation, New Ideas. Beiträge der Tagung 2014 an der Fachhochschule St. Pölten, Seiten 177 - 188, Verlag Hülsbusch, Glückstadt, 2014, ISBN 978-3-86488-072-8
  • Martin Lubczyk, Michael Kirschner, Cornelius Pöpel, ElectroBody - Der menschliche Körper als Musik-Controller, In: M. Seidl und G. Schmiedl (Hrsg.), Forum Medientechnik - Next Generation, New Ideas. Beiträge der Tagung 2014 an der Fachhochschule St. Pölten, Seiten 189 - 201, Verlag Hülsbusch, Glückstadt, 2014, ISBN 978-3-86488-072-8