Studienüberblick

Energie und Umwelt

„Der Klimawandel ist größte Gefahr in der Geschichte der Menschheit“. Seitdem sich auch in Deutschland Dürre-Sommer und Starkregenereignisse mit Hochwasserkatastrophen häufen, setzt sich auch hierzulande die Erkenntnis durch, die Ban Ki Moon (damals UN- Generalsekretär) bereits 2014 bei der Weltklimakonferenz in Paris formuliert hat. Die Menschen sind zunehmend für Umweltthemen sensibilisiert. Ob Kohleausstieg, Reaktorsicherheit und Elektromobilität, die Debatte um die Grenzwerte für Stickoxide oder der Dieselskandal, Glyphosat oder Insektensterben: Es geht im Kern um die Frage, ob wir in unserer Welt noch ohne Gesundheitsrisiken ungefiltert Luft einatmen und Wasser trinken können, ja überhaupt noch so leben können wie bisher. Umweltthemen haben zentrale Dimensionen erreicht, politisch wie wirtschaftlich – nicht nur regional, sondern global.

Wer sich auf Umweltthemen spezialisiert, kann deshalb in der gegenwärtigen Situation nichts falsch machen. Es besteht ein immenses Informationsbedürfnis und häufig Verunsicherung, denn bei Themenkomplexen wie Energiewende, Emissionshandel oder welche Landwirtschaft  künftig Agrarsubventionen erhalten soll geht es oft um viel Geld. Daher sind Heere von Lobbyisten aktiv und liefern „Fakten“ frei Haus - sowohl seriöse Information als auch Desinformation, letztere gern im Gewand von seriösen Studien und vermeintlichen Fakten. Als Gegengewicht braucht es Umweltjournalisten, die einordnen, vor allem aber die Faktenlage kritisch reflektieren können. Bürger, Verbraucher, aber auch Politiker brauchen unabhängig recherchierte Fakten, um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.

Je nach Thema überlappen sich auch im Bereich der Umwelt verschiedene Wissenschaftsgebiete – mal geht es eher um medizinische, dann wieder um Ressourcenfragen mit wirtschaftlichen Interessen, um ökologische Zusammenhänge oder um gesamtgesellschaftliche Aspekte unseres Lebensstils. Studierende, die sich auf den Schwerpunkt Umwelt spezialisieren, lernen zunächst einmal die großen Zusammenhänge.

Basierend auf biologischen, ökologischen und chemisch-physikalischen Grundlagenkenntnissen steigen sie in Fragen der Klimasituation und Energieversorgung ein, befassen sich mit den regionalen und globalen Herausforderungen für nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklungen, gewinnen Erkenntnisse über politische oder rechtliche Vorgaben und wirtschaftliche Chancen im Bereich neuer Umwelttechnologien und hinterfragen kritisch den grünen Boom in verschiedenen Lebensbereichen. Parallel zu den thematisch vertiefenden Unterrichtseinheiten setzen sie das erlernte Fachwissen in verschiedenen multimedialen Projektmodulen direkt in die journalistische Praxis um.

Aufgrund der crossmedialen Studienstruktur sind Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs später für sämtliche Medienbereiche qualifiziert und können als Umweltjournalisten sowohl in Fachredaktionen wie auch in Publikumsmedien mit unterschiedlichen Zielgruppen aktiv werden.