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Reste einer barocken Kasernenanlage entdeckt
Archäologische Arbeit auf dem Campus Während der Aushubarbeiten zur Erweiterung der Bibliothek der Hochschule Ansbach fanden die Bauarbeiter seltsame Reste. Die Bauarbeiten wurden sofort gestoppt: ein in Ansbach in Vergessenheit geratener Friedhof – Teil einer barocken Kasernenanlage mit Kirche – wurde wieder entdeckt. Zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wurde mit der Freilegung und der Dokumentation der Funde begonnen.
Im Urkataster Ansbach von 1826/29 war ein Friedhof im Bereich des Baufelds erkennbar- allerdings handelt es sich dabei um kein bisher in der Denkmalliste erwähntes Bodendenkmal.
Die exakte historische Einordnung des Friedhofs steht grundsätzlich noch aus und kann evtl. durch das Militärarchiv in München konkretisiert werden. Die gefundenen Gebeine werden in der Anthropologischen Staatssammlung in München archiviert.
Zudem wird eine spannende Kooperation zwischen dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Hochschule Ansbach entstehen. Knochen können Informationen über Ernährungs - und Gesundheitszustand von Menschen geben. So konnte gezeigt werden, dass bereits in der Antike das Antibiotikum Tetrazyklin mittels speziell zubereitetem Bier den Menschen zugeführt wurde (Nelson et al. 2010). Andere Quellen gehen davon aus, dass das Antibiotikum durch bakteriell verunreinigtes Getreide in die Nahrung der Menschen kam (Maggiano et al. 2006). Anhand der Knochenfunde wird Frau Prof. Dr. Sibylle Gaisser von der Hochschule Ansbach (Studiengang Industrielle Biotechnologie) untersuchen, ob auch unter den klimatischen Bedingungen in Franken das Antibiotikum Tetrazyklin in der Nahrungskette vorhanden war.
Bilder und weitere Informationen zu den historischen Funden finden Sie hier.
