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3.10.2017
Tag der Deutschen Einheit

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25.10.2017
„Frankreich und Deutschland nach den Wahlen - wie geht es weiter mit der EU?“

Beginn:  18.00 Uhr, Hörsaal 70.1.4, Hochschule Ansbach
Referent: Prof. Henri Ménudier

„Frankreich und Deutschland nach den Wahlen - wie geht es weiter mit der EU?“

Beginn:  18.00 Uhr, Hörsaal 70.1.4, Hochschule Ansbach
Referent: Prof. Henri Ménudier

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31.10.2017
Reformationstag

Nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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1.11.2017
Allerheiligen

Christlicher Feiertag. Nur in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen,\r\nRheinland-Pfalz und Saarland.

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Frauen in die IT!

Frauen in die IT!

Im Studiengang Wirtschaftsinformatik haben wir in den vergangenen Jahren einen steten Anstieg des Frauenanteils zu verzeichnen. Im WS 2012/13 lag der Anteil unserer weiblichen Erstsemester bei 28 Prozent. Die Ursachen für diesen erfreulichen Trend macht BITKOM-Präsident Dieter Kempf aus im Fachkräftebedarf in der IT-Branche, in einer politischen Debatte für mehr Gendergerechtigkeit und in den nachhaltigen Initiativen in den Unternehmen für die Übernahme von Führungsverantwortung durch Frauen.

Trotz seines Anstiegs liegt der Anteil von Studentinnen in der Wirtschaftsinformatik deutlich unter dem des Studiengangs Betriebswirtschaft.

Was hält Frauen von einem Informatikberuf fern? Die Informatikerinnen Dr. Simone Rehm (Leiterin IT + Prozesse bei der TRUMPF GmbH + Co.KG und Vizepräsidentin der GI, Gesellschaft für Informatik) und Christine Regitz (Sprecherin der GI-Frauengruppe) gingen dieser Frage nach und haben fünf gängige Vorurteile einem Realitätscheck unterzogen. Der Originalbeitrag wurde von uns leicht gekürzt. Es ist darin nur von Informatik die Rede. Die nachstehenden Vorurteile und Aussagen können in abgeschwächtem Maße jedoch auch für die Wirtschaftsinformatik gelten.

 

1. Vorurteil: Informatik ist abstrakt und realitätsfern
Ein Informatikstudium ist sehr theorielastig und auch die Praxis bleibt realitätsfern. Wer einen Informatikberuf ergreift, hat im Berufsalltag wenig mit Menschen zu tun. Die meiste Zeit verbringen Informatiker alleine vor ihrem Rechner und bewegen sich dort in einer abstrakten Welt.

Realitätscheck:
Christine Regitz arbeitet seit vielen Jahren in einem Unternehmen, das Software herstellt und verbringt die meiste Zeit damit, betriebswirtschaftliche Anforderungen, die auf Kundenseite entstanden sind, zu verstehen, um dann gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen nach einer passenden IT-seitigen Unterstützung zu suchen. Wird eine passende IT-Lösung gefunden, ist es ihre Aufgabe, sie dem Kunden zu erläutern. Insofern sind ihre Kommunikations- und Teamfähigkeiten immer wieder gefragt.

2. Vorurteil: Informatiker sind Einzelgänger
Der Archtetyp eines Computerfreaks, der sog. „Nerd“, ist eigenbrötlerisch und emotional schwer zugänglich. Er trägt eine dicke Brille, achtet nicht auf sein Äußeres und interessiert sich nur für sein Fach.

Realitätscheck:
In der Tat begegnen wir in unserem Berufsalltag auch introvertierten Kollegen. Dieser Typus ist aber bei ITlern nicht stärker vertreten als in anderen Berufen. Ebenso anzutreffen ist der charismatische Typ, der vor Begeisterung sprüht, ausgesprochen kommunikativ ist und zusammen mit den Anwendern kreative Ideen entwickelt.

3. Vorurteil: Informatik heißt Programmieren
Wer einen Informatikberuf ergreift, muss gut programmieren können. Am besten lernt man die erste Programmiersprache schon, bevor man mit der Ausbildung beginnt.

Realitätscheck:
Programmieren ist nur ein Teilgebiet der Informatik. Es ist hilfreich, wenn man eine Programmiersprache gelernt hat, weil man dann besser versteht, wie ein Programm aufgebaut sein kann. Die Praxis hat uns aber gezeigt, dass es viel wichtiger ist, die Welt der Anwender zu verstehen, um passgenaue IT-Lösungen entwickeln zu können.

4. Vorurteil: Karriere machen anschließend die Männer
Auch wenn die wenigen Frauen in den IT-Berufen ihren Job gut machen, an die Führungsspitze gelangen anschließend die Männer.

Realitätscheck:
Das sieht heute tatsächlich so aus. Aber es gibt mittlerweile gute und sichtbare Beispiele für Frauen, die in der IT Karriere gemacht haben. Und damit es mehr werden, brauchen wir mehr Nachwuchs-Frauen in der Informatik! Ein Job in einer IT-Firma bietet viele Aspekte, die gerade Frauen ansprechen: angefangen von flexiblen Arbeitszeiten über Heimarbeitsplätze bis hin zu Fachkarrieren, in denen man zwar keine Mitarbeiter führt, aber verantwortlich für ein Thema ist und in dieser Rolle oft wichtigere Entscheidungen trifft als manche Führungskraft

5. Vorurteil: Informatik ist nur etwas für Überflieger
Wer in Informatik gut sein will, muss auch in Mathematik gut sein. Aber nicht nur das: Wer das Studium bestehen und einen guten Abschluss machen will, muss intelligent sein und während des Studiums ein hohes Lernpensum absolvieren. Im Berufsleben setzt sich dieser Anspruch fort.

Realitätscheck:
Keine Frage, logisches Verständnis und strukturelles Denken sind gute Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss einer Informatikausbildung. Beide Faktoren finden sich auch in der Mathematik wieder. Aber die Voraussetzung ist nicht zwingend. Im späteren Beruf gibt es genügend Aufgabenprofile, die fern von jeglicher Mathematik sind.

(Angaben zu unserem Mathematikanteil finden Sie hier.)

Quelle: Messemagazin women&work 2013, Seite 104
www.womenandwork.de/katalog/womenandworkKatalog2013.pdf