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Unser Buch des Monats

Hier stellen wir Ihnen immer wieder Bücher vor, die wir interessant finden. Vielleicht ist auch eine Anregung für Sie dabei?

Den aktuellen Buchtipp finden Sie auf einem Informationsständer im Lesesaal und können ihn nach Ablauf der Ausstellung ausleihen bzw. bereits während der Ausstellung vormerken.

Unsere früheren Empfehlungen finden Sie hier.

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Unser aktueller Buchtipp:

Weiß, Bernd: Placebo-Politik

Signatur: 00/QP 624 P985

Empfohlen von Regina Prutek

Wie sagte Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow alias Loriot bereits vor mehr als 30 Jahren? "Der beste Platz für einen Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Schlecht regulierte Finanzmärkte und mangelhafte Einlagensicherungssysteme stürzen Banken in die Krise, Spekulationsblasen führen zu Kurseinbrüchen und Börsencrashs und beeinträchtigen somit die gesamte Volkswirtschaft.

Europa schnürt Rettungspakete und will weiter zusammenwachsen. Die globale Erwärmung lässt Ressourcenkonflikte entstehen, die zu Aufständen, Kriegen und globaler Migration führen. Gewalt und Kriege lassen Flüchtlingswellen nach Deutschland und Europa schwappen, Millionen Menschen suchen bei uns eine neue Heimat. Terroranschläge im Herzen Europas erschüttern die Nationen und fordern erhöhte Sicherungsmaßnahmen. Und die deutsche Politik? Sie diskutiert über die Nummerierung von Autobahnbrücken, die PKW-Maut und weitere Subventionen für das Milliardengrab Berliner Flughafen. Die deutsche Politik steht vor großen Aufgaben und Herausforderungen.

Starke Persönlichkeiten mit Profil und Courage sind jetzt gefragt, um ein angeschlagenes Wirtschafts- und Sozialsystem, das auf Finanzwetten und Schulden gebaut ist, wieder aufzurichten und neu zu gestalten. Antworten finden statt Fragen stellen. Wege bereiten statt Umwege suchen. Aktiv gestalten statt (Ver-)Kriechen. Das fordert Bernd Weiß, der die "Placebopolitik", den schieren Opportunismus, die Selbstgefälligkeit und Charakterlosigkeit der deutschen Staatskunst anklagt. Und das sagt kein politkritischer Spartenjournalist, kein ambitionierter Freizeitkämpfer für die Armen und Schwachen, kein verhärmter Hobbypolitologe. Das sagt einer, der weiß, wovon er spricht, weil er selbst ein Zahnrad im politischen Uhrwerk war und noch immer ist. Bernd Weiß ist seit 1988 Mitglied der CSU und saß von 2003 bis 2013 für den Kreis Rhön-Grabfeld (Unterfranken) im Bayerischen Landtag. In seiner zweiten Wahlperiode bekleidete er das Amt des Staatssekretärs im Innenministerium.

Knapp ein Jahr später trat er aufgrund eines Streits mit Ministerpräsident Horst Seehofer hinsichtlich dessen Politikverständnisses von diesem Amt wieder zurück. Seitdem widmet er sich der Analyse der (vornehmlich deutschen) Politik und ihrer Protagonisten.

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Die Empfehlungen aus den Vormonaten finden Sie hier.