Der Masterstudiengang "Medienwirkungen und Medienpsychologie" (MUM) befasst sich mit psychologischen Ansätzen zur Erklärung von Mediennutzung und Medienwirkung.
Medien bestimmen unser Leben zentral und umfassend: vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, in der Lern- und Berufswelt sowie in der Freizeit und im Familienleben gleichermaßen. Medien befriedigen dabei unsere elementaren Bedürfnisse: von der Information, über Unterhaltung bis hin zu Kommunikationswünschen und zur sozial-emotionalen Identifikation. Dabei haben mediale Angebote und Botschaften aufgrund ihres komplexen Wirkungspotenzials nicht nur eine zentrale individualpsychologische Relevanz, sondern auch eine enorme sozial-gesellschaftliche Bedeutung und politische Dimension.
Hier zeigt sich der hochaktuelle Ansatz des Studiengangs „Medienwirkungen und Medienpsychologie“, der ein ebenso spannendes wie wichtiges Feld als zentralen Studieninhalt hat. Dies hat unlängst auch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie hervorgehoben: „In unserer modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft ist der Bedarf an psychologischen Ansätzen zur Erklärung von Mediennutzung und Medienwirkung enorm gewachsen. Psychologische Theorienbildung und Forschung sind zentral gefordert.“ Dieser Forderung will der Studiengang mit seinem dezidierten Forschungsprofil Rechnung tragen. Eine Ausrichtung, die sich auch im Curriculum mit mehreren Modulen niederschlägt.
Im Studiengang lernen Studierende, Medienwirkungen aus psychologischer Perspektive zu analysieren und zu erklären. Der Fokus liegt auf hochaktuellen Kontexten wie sozialen Medien, digitale Kampagnen oder KI generierten Inhalten.
Aktuelle Studien wie die JIM-Studie zeigen, welch enorme Bedeutung ein kompetenter Umgang mit Medien, ihren Herausforderungen und Gefahren im digitalen Zeitalter hat. Entsprechend beschäftigt sich der Studiengang auch mit der Frage, wie alle Gesellschaftsmitglieder, insbesondere Kinder und Jugendliche, im kompetenten und reflektierten Umgang mit Medien unterstützt werden können.
Studierende werden dazu befähigt, das erworbene Wissen bei der Analyse sowie der zielgruppengerechten Konzeption von Medieninhalten anzuwenden und erlernen methodische Fertigkeiten, um Medienwirkungen und Mediennutzung eigenständig wissenschaftlich zu untersuchen.
| Kurzform | MUM |
| Studienart | Vollzeit |
| Regelstudienzeit | 3 Semester |
| Abschluss | Master of Science (M.Sc.) |
| Studienstart | Wintersemester |
| Zulassungsbeschränkung | spezifisch |
| Vorlesungsort | Ansbach |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Studiengangsleitung | Prof. Dr. habil. Marion Händel Prof. Dr. Markus Paul |
| Studienfachberatung | Prof. Dr. habil. Marion Händel |
| Studierendenservice | studierendenservice.mum(at)hs-ansbach.de |
Zugelassen werden können Bewerberinnen und Bewerber mit einem erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudium (Mindestnote 2,3) in einem einschlägigen Studiengang. Als einschlägig gelten Psychologie, Pädagogik, Journalistik- bzw. Journalismusstudiengänge oder ein medien- und kommunikationswissenschaftliches Studium an einer deutschen Hochschule mit mindestens 210 ECTS-Leistungspunkten oder ein gleichwertiger in- oder ausländischer Abschluss.
Eine Zulassung mit einem Bachelorabschluss im Umfang von 180 ECTS ist möglich, wobei die fehlenden ECTS innerhalb eines Jahres nach Studienaufnahme aus nachzuholen sind. Hierbei können in begrenztem Umfang auch praktische Tätigkeiten geltend gemacht werden.
Der Masterstudiengang verbindet praxisnahe Erfahrungen, interaktives Arbeiten und Forschung. Durch Partnerschaften mit Bildungsinstitutionen und Unternehmen entwickelt der Studiengang innovative Trainings, Workshops und Aufklärungsformate und fördert so den Wissenstransfer. Interessierte Einrichtungen sind herzlich eingeladen, im Rahmen von Projekt- oder Abschlussarbeiten mit uns zusammenzuarbeiten.
Forschung und Wissenschaftskommunikation sind eng miteinander verknüpft: Die Studierenden präsentieren eigene Forschungsprojekte in wissenschaftlichen Formaten wie Postersessions und lernen, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten. Eingebunden ist den Studiengang ist auch das Format Campus Wissen, mit dem der Studiengang aktuelle Themen wie Hassrede auf sozialen Medien und Handysucht aufgreift und die breite Öffentlichkeit anspricht.
Im Studium habe ich nicht nur meine eigene Mediennutzung reflektiert, sondern auch neue Sichtweisen zu gesellschaftlichen Chancen und Problemen gewonnen. Das führte zu spannenden Diskussionen und Projekten. Besonders gefallen hat mir außerdem der Einblick in die Forschungspraxis. So habe ich gelernt, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu hinterfragen. Das Studium war für mich somit eine sehr gute Grundlage für meinen weiteren Weg - sowohl beruflich als auch privat.
Marieke, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Medien nicht nur zu gestalten, sondern ihre Wirkung zu verstehen, hat meinen Blick auf Kommunikation geprägt. Dieses Verständnis hilft mir im Berufsalltag dabei, Content strategischer zu entwickeln.
Annika, Social Media & Content Creator bei der Evosys Laser GmbH
Bei meiner Arbeit in einer Nachrichtenredaktion erwische ich mich nicht selten dabei, dass ich an Inhalte aus meinem MUM-Master denken muss. Seitdem betrachte ich Medien und ihre Wirkungen vermehrt durch die wissenschaftliche Brille. Und gerade weil sich die Welt aktuell schneller als sonst zu drehen scheint, hilft mir dieser nüchterne Blick dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren und mit Neugier in die Zukunft zu blicken.
Christina, SEO-Redakteurin bei Web.de und GMX News
Wir wachsen in einer Welt auf, in der Medien unseren Alltag mitbestimmen. Sie beeinflussen, wie wir fühlen, was wir denken und wie wir miteinander umgehen – oft unbemerkt. Medienwirkungen und Medienpsychologie zu studieren bedeutet, die Prozesse dahinter zu verstehen, andere in digitalen Umgebungen zu unterstützen und ihren Umgang mit Medien bewusster und sicherer zu machen.”
Marie, Social Media Expert & Media Host
Lässt sich Online-Zivilcourage trainieren? Testung dreier Trainingsansätze zur Steigerung der Medienkompetenz
Zwischen Realität und Künstlichkeit: Wie wirkt sich die Kennzeichnung KI-generierter Bilder auf Körperzufriedenheit und soziale Vergleiche bei jungen Frauen auf Instagram aus?
Konzeption eines Elterninformationsangebots zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auf Grundlage einer Bedarfserhebung
Gegen Fake News gewappnet: Eine experimentelle Wirksamkeitsprüfung präventiver Maßnahmen bei jungen Erwachsenen
Entstigmatisierung durch Influencer? Eine quantitative Analyse zur Wirkung von Mental Health Content
Der Hostile-Media-Effekt bei Short-Form Videos: Ein experimenteller Vergleich unterschiedlicher Formate
Welches Emoji darf es sein? Eine qualitative Analyse der Emoji-Nutzung in der WhatsApp-Kommunikation zweier Alterskohorten
Die Professorinnen und Professoren im Studiengang MUM forschen aktiv zu medienpsychologischen und medienpädagogischen Fragestellungen. Ziel ist es, psychologische Wirkmechanismen zu verstehen und basierend darauf passgenaue Förder- oder Interventionsprogramme zu entwickeln. Aktuelle drittmittelgeförderte Projekte sind die Projekte LeadCom und SekoKI.
Der Masterstudiengang MUM bereitet hervorragend auf eine Promotion vor. Möglichkeiten vor Ort gibt es im Promotionskolleg REDIG zu Themen rund um Digitalisierung oder im Rahmen kooperativer Promotionen. Im Forschungsschwerpunkt „digitale Räume und digitale Gesellschaft“ werden z. B. Wirkmechanismen und Effekte der Kommunikation und Interaktion im digitalen Raum, das Lernen mit generativer KI oder Intervention gegen dysfunktionale Medienwirkungen untersucht.
Studiengangsleitung Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
0981 4877-239 66.1.6 nach Vereinbarung marion.haendel vCard
Studiengangsleitung Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
Funktion
Lehrgebiete
Vita
Forschungsinteressen
Bei Interesse an Abschlussarbeiten zu diesen Themenbereichen kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail.
Aktuelle Publikationen (vollständiges Verzeichnis: https://orcid.org/0000-0002-3069-5582)
Ausgewählte Forschungs-, Lehr- und Kooperationsprojekte
Auszeichnungen
Studiengangsleitung Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
0981 4877-111 65.1.6 nach Vereinbarung markus.paul vCard
Studiengangsleitung Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
Funktionen:
Lehrgebiete:
Vita:
Professor Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
92.2.5. nach Vereinbarung roman.rusch vCard
Professor Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
Funktionen:
Vorsitzende Prüfungskommission Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
66.1.56 nach Vereinbarung julia.sasse vCard
Vorsitzende Prüfungskommission Medienwirkungen und Medienpsychologie (MUM)
Funktion
Lehrgebiete
Vita
Psychologiestudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf von 2007 bis 2012 (Bachelor- und Masterabschluss)
Promotionsstudium an der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande) von 2013 bis 2017 (Promotion im November 2017) mit Forschungsaufenthalt am Interdisciplinary Center Herzliya (Israel; jetzt Reichman University)
Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern von 2017 bis 2022
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Chair of Cyber Trust an der Technischen Universität München von 2022 bis 2023, seit Mai 2023 Gastwissenschaftlerin
Seit 2020 assoziierte Forscherin am TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence über das Drittmittelprojekt „Personalized AI-based Interventions Against Online Norm Violations: Behavioral Effects and Ethical Implications“
Seit März 2023 Professorin im Studiengang Medienwirkungen und Medienpsychologie
Ausgewählte Publikationen
Sasse, J., Cypris, N., & Baumert, A. (2023). Online Moral Courage. In C. Cohrs, N. Knab, & G. Sommer (Hrsg.), Handbuch Friedenspsychologie 57. https://doi.org/10.17192/es2022.0074
Sasse, J., & Grossklags, J. (in press). Breaking the Silence: Investigating Which Types of Moderation Reduce Negative Effects of Sexist Social Media Content. Proceedings of the ACM on Human- Computer Interaction.
Sasse, J., Halmburger, A., & Baumert, A. (2020). The functions of anger in moral courage—Insights from a behavioral study. Emotion. https://doi.org/10.1037/emo0000906
Sasse, J., Li, M., & Baumert, A. (2022). How prosocial is moral courage? Current Opinion in Psychology, 44, 146–150. https://doi.org/10.1016/j.copsyc.2021.09.004
Sasse, J., van Breen, J. A., Spears, R., & Gordijn, E. H. (2021). The Rocky Road from Experience to Expression of Emotions—Women’s Anger About Sexism. Affective Science, 2(4), 414–426. https://doi.org/10.1007/s42761-021-00081-7
Forschungsinteressen
Bei Interesse an Abschlussarbeiten, die grob in diese Interessensbereiche fallen, so kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail.
Fakultätsassistentin Medien
0981 4877-419 92.2.51 nach Vereinbarung samina.kroemer vCard
Fakultätsassistentin Medien
Funktionen:
Tätigkeitsfelder
Mitarbeiterin Bereich Studierendenservice
0981 4877-515 54.1.14 nach Vereinbarung vCard
Mitarbeiterin Bereich Studierendenservice
Funktionen:
Betreute Studiengänge:
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