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28.11.2017
Bachelor in der Tasche – und jetzt?

Bestimmt haben Sie sich schon den ein oder anderen Gedanken über das Ende der Studienzeit gemacht und sich gefragt: Bachelor in der Tasche ...

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5.12.2017
ANke-Themenabend: Keatives Zeitmanagement

Trotz vieler To-Do-Listen kommt die Seminararbeit nicht voran? Der Kühlschrank glänzt von innen, aber das Lernpensum ist nicht geschafft? ...

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6.12.2017
Nikolaus

Christlicher Feiertag. Kein gesetzlicher Feiertag.

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13.12.2017
Gründungs-Workshop an der Hochschule Ansbach

In Kooperation mit Prof. Dr. Dominik Kögel, BayStartUP und der Wirtschaftsförderung der Stadt Ansbach findet am 13. Dezember von 16.00-19....

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18.12.2017
BAföG-Beratung an der Hochschule

Am 18. Dezember findet an der Hochschule Ansbach ein Sprechtag der BAföG-Beratung des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg statt. [mehr]

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24.12.2017
Heiliger Abend

Christlicher Feiertag. Nicht arbeitsfrei.

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1. Weihnachtstag

Christlicher Feiertag.

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2. Weihnachtstag

Christlicher Feiertag.

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Silvester

Nicht arbeitsfrei.

Ein Campus zum Studieren

Die Hochschule Ansbach wurde am 1. Mai 1996 gegründet und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Dem stetigen Wachstum steht auch ein immer größeres Studienangebot gegenüber. Mit rund 50 Millionen Euro wurde das ehemalige Kasernengelände in eine zukunftsorientierte Bildungseinrichtung in Ansbach für die Region umstrukturiert.

Das Kasernengelände in Ansbach
Der 1723 regierende Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach war Wissenschaft und der militärischen Logistik zugewandt. 1709 gründete er die überregional bedeutsame Fayencnfabrik in Ansbach und ließ das Fürstentum Brandenburg-Ansbach als erster vermessungstechnisch erfassen. Innerhalb der fränkischen Staatenwelt wollte Wilhelm Friedrich sein politisches Gewicht verstärken. Da der Markgraf seinem Fürstentum auch stärkeren Schutz „vor Gewalttätigkeiten bei itzo gefährlichen Zeitläuften“ verschaffen wollen, waren noch kurz vor seinem Tod Pläne für den Bau einer Kaserne für die markgräflichen „Haus-Trouppen zu Fuss“ herangereift. Der architektonische Entwurf sowie die baulichen Maßnahmen des Kasernenneubaus sind in die Hände des markgräflichen Hofbaumeisters Karf Friedrich von Zocha (1683-1749) gelegt worden. Im Jahr 1724 weihte Markgräfin Christiane Charlotte von Brandenburg-Ansbach, die Witwe des Markgrafen, das weit außerhalb der Stadt gelegene militärische Gelände ein. Als am 3.August 1724 ein 400 Mann starkes Kontingent in die neue Kaserne einrückte, ahnte niemand, dass die Kasernenbauten zu einer eigenen „Stadt“ mit Kirche, Lazarett und Friedhof heranwachsen und einmal mehr als 1000 Soldaten Platz bieten würden. Ende 1863 nahm das gerade aufgestellte 2. Bayerische Ulanenregiment „König“ Quartier in dem baulich stark erweiterten Kasernengelände. Die in „grünrot“ gekleideten Lanzenreiter mit ihren weißen Uniformen gehörten alsbald zum Stadtbild Ansbachs.

Der alte Kasernenbau musste im Jahre 1900 neuen, den heute noch existierenden Gebäuden im wilhelminischen Backsteinstil weichen: Am 20. Juli 1901 nahm in Anwesenheit des Kronprinzen Rupprecht, hoher Militärs und zahlreicher Honoratioren die feierliche Parade den Neubezug an der Würzburger Landstraße ab.  Noch wenige Tage vor Kriegsausbruch 1914 kreierten die Ansbacher Königsulanen im Rahmen eines Geländereitens neue Reitdisziplinen, die für das Geländereiten und Jagdspringen (Military) weit über die Grenzen hinaus zum Vorbild werden sollten. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches bot das militärische Terrain, das später in „Hindenburgkaserne“ umbenannt wurde, der 2. Schwadron des Kavallerie-Regimentes Nr. 24 Platz. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag hier das Internierungslager für „Displaced Persons“. Dann kamen die amerikanische Streitkräfte. Die Kaserne wurde bis 1992 militärisch von der US-Army genutzt.
Mit dem Ende des „Kalten Krieges“ im Juli 1990 hatte der Bayerische Ministerrat beschlossen, 10000 neue Studienplätze an Fachhochschulen einzurichten.

Eine Hochschule entsteht
1996 erwarb der Freistaat Bayern das rund 4ha große, zentrumsnah gelegene Gelände. Der Standort Ansbach schien besonders gut geeignet: als eine Hochschule der kurzen Wege entsprach das seit 1724 existierende militärische Gelände baulich ganz den Vorstellungen der Hochschulplaner. Es ging vor allem darum, mit „wirtschaftlich vertretbaren, relativ geringem Umbauaufwand“ das Hochschulangebot in Mittelfranken wesentlich zu bereichern. Die Gründung der Fachhochschule Ansbach mit den Studienrichtungen Technik und Wirtschaft erfolgte per Gesetz am 1. Mai1996.

Basis der Gesamtplanung war ein Architektenwettbewerb im Herbst 1996 für die neu zu schaffende 6.500qm umfassende Hauptnutzfläche, aus dem das Stuttgarter Architekturbüro Kammerer, Belz, Kucher & Partner als 1. Preisträger hervorging. Das Büro wurde anschließend mit der Planung und Bauüberwachung der neu zu errichtenden Gebäude beauftragt. Der Entwurf sah die Gruppierung der Neubauten aus Labor- und Lehrsaalgebäude, Hörsaalbau und Mensa um einen zentralen Platz im Schwerpunkt des Areals unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Altbestandes vor. Die vorhandenen historischen Achsenzüge wurden dabei geschickt berücksichtigt. Das Ziel der räumlichen Einbindung von vorhandenen neu zu errichtenden Gebäuden wurde somit verwirklicht. Die Landschaftsplanung für das Gesamtareal lag in Händen des Stuttgarter Landschaftsarchitekten Luz & Partner. Der Hochschulcampus wurde verkehrsfrei gestaltet und bietet so Studierenden und Mitarbeitern heute eine angenehme Atmosphäre.

Der damalige Umbau der ehemaligen Kaserne wurde vom Staatlichen Hochbauamt Ansbach realisiert. Die denkmalgeschützte Bausubstanz mit altem Baumbestand wurde in den Hochschulcampus integriert. Ziel war es, das alte Erscheinungsbild des Backsteinensembles zu erhalten und durch Neubauten, den neuen Anforderungen einer Hochschule gerecht zu werden. Die Gesamtumbauphase gliederte sich in drei Bauphasen. Bei den Bauarbeiten auf dem gesamten Gelände war eine Aushubüberwachung notwendig, da das Gelände im 2. Weltkrieg bombardiert wurde. 1996 wurden die bestehenden Gebäude 53, 70 und 65 im ersten Schritt hergerichtet, um so für den Vorlesungsbetrieb Räume zu haben und Büros für die Hochschulleitung und die Professoren. Anschließend wurde das bestehende Gebäude 51 für den Studienbetrieb umgebaut. Die dritte und umfangreichste Phase umfasste die Instandsetzung des Hauptgebäudes 50 als auch den Neubau des Gebäudes 92, sowie die Bibliothek und die Mensa.

Ein Kunstwettbewerb zur Akzentuierung der unterschiedlichen Innen- und Außenräume wurde im Juli 2000 durchgeführt, zu dem Künstler aus ganz Deutschland eingeladen wurden. Vier Kunstobjekte folgender Künstler gelangten zur Ausführung. 

 

Und dann ging's los
Der Lehrbetrieb startete im Wintersemester 1996/97 mit 85 Studierenden im Studiengang Betriebswirtschaft. Ein Jahr später, zum Wintersemester 1997/98 begann bereits der Lehrbetrieb im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen und in den Ergänzungsstudiengängen Fachkommunikation Technik sowie Information und Multimedia. Im Jahr 2000 begann der Studiengang Wirtschaftsinformatik. Zum Wintersemester 2001/2002 nahm auch der Studiengang Energie- und Umweltsystemtechnik seinen Betrieb auf. Außerdem wurde die Fachhochschule Ansbach aufgrund ihrer Kompetenz zum Multimediastandort Bayern gewählt. Im Wintersemester 2002/2003 fiel dann schließlich noch der Startschuss für den Studiengang Multimedia und Kommunikation.

Im Dezember 2001 besuchten die Fachhochschule knapp 1000 Studierende und 27 Professoren hatten ihre Lehrtätigkeit aufgenommen. Die Bologna-Reform wurde in Ansbach zügig umgesetzt, d.h. das komplette Studienangebot wurde auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt.

Für Spitzensportler wurde 2006 der Studiengang Internationales Management an der Hochschule ins Leben gerufen. Für dieses Angebot wurde die Hochschule Ansbach 2009 als Hochschule des Spitzensports vom Deutschen Olympischen Sportbund ausgezeichnet.

Zum Wintersemester 2007/2008 wurde der Studiengang Ressortjournalismus ins Leben gerufen. Ein Jahr später starteten die beiden neuen Bio-Studiengänge: Industrielle Biotechnologie und Biomedizinische Technik. Zum Wintersemester 20012/13 sind ca. 2700 Studierende in Ansbach eingeschrieben und 55 Professorinnen und Professoren unterrichten. Seit ihrer Gründung ist die Hochschule kontinuierlich gewachsen und weit über die Region hinaus für ihre Lehre, Weiterbildung und Forschung bekannt.