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Das Bayerische Hochschulgesetz (BayHG) stärkt die Eigenverantwortlichkeit und Entscheidungsfähigkeit der Hochschulen. Sie erhalten die Kompetenzen für ihr operatives Geschäft. Für die bayernweite Abstimmung und Planung bleiben Parlament und Staatsregierung verantwortlich.

Um die hohe Attraktivität Bayerns als Hochschulstandort noch weiter zu stärken, stellte Bayern im Jahr 2009 wichtige Weichen im Hochschulrecht neu.

  • Ab dem WS 2009/2010 werden Studienbeiträge immer nur für ein Kind pro Familie gleichzeitig erhoben.
  • Eine weitere Änderung im Hochschulgesetz erlaubt es Absolventinnen und Absolventen der Meisterprüfung und ihnen Gleichgestellten, an allen Hochschulen in Bayern zu studieren. Zugleich erhalten Berufstätige nach erfolgreichem Abschluss einer zumindest zweijährigen Berufsausbildung und anschließend mindestens dreijähriger Berufspraxis den fachgebundenen Hochschulzugang.
  • Die bayerischen Hochschulen können ihre Professorinnen und Professoren künftig selbst berufen. Jede Hochschule, die dies wünscht, kann sich auf Antrag das Berufungsrecht probeweise übertragen lassen.
  • Die Verwaltungskostenbeiträge in Höhe von 50 Euro pro Semester wurden bereits zum Sommersemester 2009 abgeschafft.

Hochschulautonomie

Das Bayerische Hochschulgesetz bedeutet für die Hochschulen in verschiedenen Bereichen einen Zugewinn an Freiheiten:

Die Hochschule entscheidet jetzt selbst über die hochschulinterne Organisation unterhalb der Fakultätsebene, die Errichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen und die Bestellung von deren Leitern.Modellprojekte sollen die Möglichkeit eröffnen, Globalhaushalte einzuführen. Öffnungsklauseln schaffen Raum für die jeweils individuell besten Managementstrukturen.Die Präsidentin oder der Präsident bzw. die Rektorin oder der Rektor wird Dienstvorgesetzter der Professoren und erhält die Ernennungszuständigkeit.Die Zuständigkeit für die Genehmigung von Prüfungsordnungen liegt beim Präsidenten bzw. Rektor.Die Hochschule entscheidet selbst über Freistellungen für die Forschung, für künstlerische Entwicklungsvorhaben und für praxisbezogene Tätigkeiten.Und die Hochschulen erhalten größere Freiräume bei der Auswahl ihrer Studenten. Hochschulorganisation

Die Hochschulleitung wurde in ihrer Entscheidungskompetenz gestärkt. Das führt zu wachsender Flexibilität der Hochschule nach außen, mehr Effizienz und bessererer Wettbewerbsfähigkeit. So verfügt die Hochschulleitung mit der Zuständigkeit für die Vorschläge bei Berufungen von Professoren jetzt über ein zentrales Steuerungsinstrument.

Die Hochschulleitung hat einen Hochschulrat zur Seite gestellt. Dieser ist paritätisch mit Hochschulmitgliedern und Persönlichkeiten aus der Mitte der Gesellschaft besetzt, wodurch externer Sachverstand in die Hochschulplanung einbezogen wird. Der Hochschulrat erhält Aufsichtsratsfunktionen:

Er wählt die (zu wählenden) Mitglieder der Hochschulleitung.Er kontrolliert die Hochschulleitung.Er beschließt über die Grundordnung sowie die Hochschulentwicklungsplanung.

Dem Senat gehören 8 gewählte Mitglieder sowie die Frauenbeauftragte an. Die Senatoren sind damit nicht mehr Vertreter ihrer Fakultät oder einer Mitgliedergruppe. Sie übernehmen erhöhte Verantwortung für das Gesamtbild der Hochschule.

Um ein zentrales Anliegen der Hochschulreform, die Förderung von Frauen in der Wissenschaft, zu realisieren, ist die Frauenbeauftragte jetzt in der neuen erweiterten Hochschulleitung und in den Berufungsausschüssen stimmberechtigt.


Weitere Informationen finden Sie in einem Themenblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst